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Gedanken zum Sponsorenlauf . . . Artikel als pdf Photos
Am Mittwoch, 23.09.09 fand der Sponsorenlauf der LAS Old Boys Basel statt. Bereits am Nachmittag startete eine Schar von Schülerinnen und Schülern und machten sich auf den 30-minütigen Lauf rund um die 400m-Bahn, um mit jeder Runde von ihren persönlichen Sponsoren einen möglichst hohen Geldbetrag in die Klubkasse zu holen. Schon da hatte unser Finanzchef gut lachen, denn auch mit kleinen Beiträgen kann man gut Kasse machen.
Eine interessante Gruppe machte sich um 19.00 Uhr zum Lauf bereit. Mit einem lauten Pfiff gab Heinz Blattmann – unser ältester aktiver Trainingsleiter – das Zeichen zum Start – und drehte selber als gutes Beispiel für die Jungen einige Runden um die Schützenmatte. Vielleicht waren es auch die Geldbeträge seiner Sponsoren, die ihn eine ganze halbe Stunde zum Laufen motivierten. Überhaupt konnte man bei diesem Lauf sehen, auf wen man sich in unserem Verein verlassen kann – nicht nur mit tollen Resultaten in Wettkämpfen, sondern auch dann, wenn der Klub zum Helfen aufruft. Ich meine es ist nicht Zufall, dass sich mit Olivier Frey (mehrfacher Schweizermeister im Stabhochsprung), Nils Wicki (Schweizermeister und neuer Klubrekordhalter im Hochsprung), Claudine Müller (Schweizer-Mehrkampfmeisterin), Ana Zogovic (Schweizermeisterin U23 Kugel), Alex Wilson (Doppel-Schweizermeister U20 im Sprint), Marc vanOostrum (Vize-Schweizermeister Kugelstossen U23) und Manuel Binetti (Schweizer Staffelmeister 4x100m U20) – ich hoffe, ich habe keine Medaillengewinner vergessen - gleich mehrere Spitzenathletinnen und Spitzenathleten dem Kampf um die Runden um die Laufbahn stellten. Ich bin sicher, auch bei diesen gut trainierten Athletinnen und Athleten hat diese ungewohnte Belastung Spuren von Muskelkater hinterlassen. Aber eben, einen echten Spitzenathleten zeichnet sich dadurch aus, dass er kämpfen und sich überwinden kann. Übrigens - selbst bei diesem Sponsorenlauf war viel Fun dabei, wenn man zum Beispiel gesehen hat, wie Claudine zusammen mit Alex den Lauf in Form von Intervall-Läufen etwas aufgelockert haben. Oder wenn man mitgehört hat, wie die „Wurf-Athletinnen“ Ana, Jil und Daniela auch während des Laufes noch genügend Luft hatten, um sich mit Lachen immer wieder aufzumuntern. Und dann war neben der Vizepräsidentin Daniela Lachat auch unser Präsident Thomas Müller ebenfalls aktiv auf der Runde – nicht mehr ganz so elegant wie vor 20 Jahren, aber immer noch mit einem Kämpferherz – wahrhaftig eine sportliche Geschäftsleitung! Auch ich fühlte mich von den Mitlaufenden motiviert und getragen, wenn zum Beispiel unser Mittelstrecken-Nachwuchsläufer Jan Kreppke mich jedenfalls beim Überrunden viel Glück wünschte – nicht abschätzig, sondern mitfühlend und aufmunternd – das sind Sportler, die in der Leichtathletik erfolgreich werden können. Oder – ich habe nach dem Lauf erfahren, dass ich mit meinem scheinbar regelmässigem Lauf Nathalie als richtiger „Hase“ zu einem guten Ende mitgezogen habe. Auch Alfred Hänzi hatte mit seinen Helferinnen alle Hände zu tun, damit nach jeder Runde alle Läuferinnen und Läufer ihren Stempel auf ihre Karte aufgedruckt bekamen. Ob der Finanzchef bereits am Ausrechnen des eingebrachten Geldbetrages ist, weiss ich zur Zeit nicht. Ich kann nur von mir sagen, dass sich mein Lauf mit 11 Runden gelohnt hat, denn ich hatte das Glück, dass mich ca. 40 Sponsoren mit grosszügigen Geldbeträgen unterstützt haben - es könnten nach ungefähren Berechnungen über Fr. 2000.- werden. Es geht mir nicht nur ums Geld, ich spüre von meinen Sponsoren auch eine Wertschätzung für meinen Einsatz als Trainer. Ich möchte es deshalb nicht unterlassen, allen vielmals für die Unterstützung zu danken. Ich habe versprochen – das sind noch die letzten Überbleibsel von meiner aktiven Leichtathleten-Zeit -, dass ich die Rundenzeiten stoppen und auf der Homepage mitteilen werde. Hier sind sie: 1:52.0 -1:56.0 - 1:54.0 -1:57.0 -2:01.0 -2:08.0 -2:10.0 -2:11.0 - 2:12.0 - 2:03.0 = 22:31.0 für 11 Runden. Die ersten Runden - wie fast immer - etwas zu schnell, was ich in den Runden 6 – 9 zu spüren bekam! Eigentlich habe ich allen versprochen, dass ich 10 Runden laufen werde - aber ich wurde zu spät angehalten; so sind es halt 11 Runden geworden.
Ich habe es toll gefunden, zusammen mit Gleichgesinnten sich für eine gute Sache einzusetzen; dennoch möchte ich dies in Zukunft den Jüngeren überlassen. Etwas Kummer macht mir die Entwicklung jener Athletinnen und Athleten, die bei einer solchen Aktion – ohne Grund oder ohne Abmeldung - nicht mithelfen, aber sowohl vom Verein wie vom Trainerstab recht hohe Forderungen stellen. Ist dies ein Zeichen unserer Wohlstands-Gesellschaft oder meine ich nur, dass es früher anders war? Ich überlege mir vielleicht beim nächsten Mal, wenn jemand in mein Auto steigt, ob diese Person mitgelaufen und mitgeholfen hat oder ob ich von ihm jetzt einen „Transport-Sponsor-Beitrag“ verlangen soll . . . . . . .
Hansjörg Haas
(25.09.2009)
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